Yoga – Wege zur Einheitserfahrung

Yoga lehrt uns alle Bereiche unseres Lebens bewusst zu durchleuchten und zeigt uns, was wir aktiv dazu beitragen können, um unser menschliches Dasein als eine glückselige und reiche Erfahrung zu erleben. Das erklärte Ziel des Yoga ist es, den/die Übende/n in eine immer tiefere Einheits- und Selbsterfahrung zu bringen. Yoga lässt sich nicht einordnen, aber schärft unsere Wahrnehmung für die größere Ordnung. Diese Website soll der/dem Interessierten einen ersten Einblick in eine ernsthafte Yogapraxis bieten. Auch finden sich hier Kurstermine und Links zu Onlinekursen und interessanten Videos und Artikeln.

Kurse

Ab 6.11.2019 finden wöchentliche Klassen im YoVeda Zentrum in Wien, Floridsdorfstatt.

Immer Mittwoch, 17.30 – 19 Uhr
WICHTIG! Mindestens 2 Stunden vor Kursbeginn nichts mehr essen!
Beitrag: 15€/Einheit, 10er Blocks 120€
Voranmeldung ist erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich.
Anmeldungen per Mail: thomas@blissofbhujangini.com
oder telefonisch: 0660 26 73 50 9 (auch WhatsApp)

Yogic Sukshma Vyayama

Die Vorbereitung des Körpers für die höheren Praktiken, das Yogic Sukshma Vyayama, ist eine Übungsserie, die vorallem von dem indischen Yogi Dhirendra Brachmacari (*1924 – †1994) propagiert wurde. Diese Übungsreihe bereitet den Körper der/des Anwärters/in dafür vor in die tieferen Ebenen des Yoga einzutauchen. Die Übungen können von jedem Menschen geübt werden, sofern eine normale gesundheitliche Konstitution vorliegt. Bei Blutdruck- und Herzleiden sollte unbedingt der Rat einer/eines erfahrenen Lehrers/in eingeholt werden, bevor mit dem Üben begonnen wird.

Dhirendra Brachmacari wollte Yoga vorallem zu den Menschen bringen um ihnen die Selbstverantwortung zurückzugeben. Unglücklicherweise wurden alle seine Ashrams nach seinem Ableben von der indischen Regierung umgehend geschlossen und seine unveröffentlichten Bücher für die Öffentlichkeit unzugänglich gemacht.

Hier sein Video mit dem Titel „Sukshma Vyayam – A better way to health“

Der letzte Schüler von Dhirendra Brachmacari ist der Schweizer Reinhard Gammenthaler. Auch von Ihm gibt es ein Video zum Yogic Sukshma Vyayama, leider, wie das Video von Herrn Brachmacari, nicht vollständig. Dafür veröffentliche Reinhard Gammenthaler das Buch „Kundalini Yoga Parampara – Die lebendige Tradition des Kundalini Yoga“, in welchem er alles sehr genau beschrieben hat.

Im Online Videokurs „Introduction to Kundalini Yoga“ habe ich die komplette Übungsserie, und zusätzliche Übungsvideos, zugänglich gemacht. Über nachfolgenden Link bekommen Sie Zugang zum Kurs. Ich erlaube mir €13.99 zu berechnen um meinen Aufwand etwas zu entschädigen. Sollten Sie nicht in der Lage sein diese Gebühr zu bezahlen, zögern Sie nicht mit mir in Kontakt zu treten. Geld sollte Sie nicht davon abhalten Yoga zu üben und ich freue mich Ihnen weiterhelfen zu können.

Lebensführung

Yoga gibt uns einige präzise Informationen darüber, wie wir unser Leben leben können. In diesem Artikel werden wir uns mit diesen Richtlinien befassen.

Yama und Niyama – Verhaltenskodex für Yama und Niyama

Das Gelübde des Yogi

Yama bedeutet Eindämmung und behandelt fünf Grundregeln für Ihr persönliches Leben. Diese Regeln wurden in den Yoga-Sutras, auch Patanjali genannt, niedergeschrieben.

Ahimsa: Ahimsa kann mit Gewaltlosigkeit übersetzt werden. Die/der ernsthafte Praktizierende des Yoga wird niemals ein Tier oder einen Menschen töten. Dies ist auch einer der Gründe, warum ein Yogi nur vegetarisches Essen isst. Der Sadhaka, der Aspirant, wird ermahnt, jedes Lebewesen mit Liebe und Respekt zu behandeln. Diese Regel ist nicht zu sehr übertrieben und man kann eine Mücke trotzdem töten, bevor sie einen sticht und möglicherweise eine Art Krankheit überträgt.

Satya: Wahrhaftigkeit. Sei anderen und dir selbst gegenüber ehrlich. Gib deine Mängel ohne zu zögern und ohne Scham zu. Bleib weg von Lügen und jeder Art von Täuschung.

Asetya: Als Praktizierende/r des Yoga darfst man/frau nicht stehlen und musst Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit in den Vordergrund stellen. Eifersucht, Gier, Neid und dergleichen müssen aus deinem Charakter verschwinden.

Brahmacaria: Zölibat. Die Erhaltung der sexuellen Energie ist von größter Bedeutung, wenn das Ziel sein soll, die Kundalini-Shakti zu erwecken. Wenn die/der Anwärter/in von einem Guru angenommen wird, ist es der/dem Praktizierenden oft nicht erlaubt, Geschlechtsverkehr zu haben. Insbesondere bei Männern gilt der Verlust der sexuellen Energie durch Ejakulation als verhängnisvoll und muss unter allen Umständen ausgeschlossen werden. Wenn der Yogi die sexuellen Energien beherrscht und die volle Kontrolle über sein Sperma hat, darf er natürlich Sex haben, denn dann kann er Liebe machen, ohne Energie zu verlieren.

Aparigraha: Diese Regel entspricht der Anforderung, eine aufrichtige Person zu sein. So wie das Gebot in der christlichen Bibel uns sagt „Du sollst weder das Haus deines Nächsten noch die Frau deines Nächsten begehren“, so soll im Yoga die/der Sadhaka, die/der Student/in, jede Gier in seiner Persönlichkeit beseitigen und nur das annehmen, was ihm das Leben gibt. Einige indische Philosophien haben dieses Gelübde in einer sehr extremen Form als völlige Besitzlosigkeit interpretiert. Yogis hingegen sehen in Besitz und Reichtum kein Hindernis für die spirituelle Verwirklichung , wenn man nicht daran gebunden ist und nicht danach strebt.

Niyama ist Sanskrit und bedeutet zügeln. Dies bedeutet, dass diese Lebensregeln dazu dienen sollen, die Menschen zur Selbstkontrolle zu ermutigen. Die fünf sind Regeln:

Shauca – Sauberkeit

Der Aspirant sollte täglich ein Bad nehmen oder duschen und sich um seinen Körper kümmern. Bade vor dem Üben. Stellen Sie sich vor, Sie bereiten den Tempel vor dem Gottesdienst vor. Dazu kommt die Praxis der Shat Karmas, die yogischen Reinigungsübungen zur inneren Reinigung, die auch auf der psychischen Ebene eine starke Wirkung haben! Außerdem muss man auf eine gesunde, reine Ernährung achten, negative Gedanken und schlechte Gewohnheiten beseitigen.

Samtosha – Sparsamkeit

Ein/e Yogapraktizierende/r sollte damit zufrieden sein, was ihm das Leben gegeben hat. Er, sie, sollte ruhig sein, durchs Leben gehen, ohne an Besitz oder einem guten Ruf zu hängen. Man sollte auch nicht zu sehr von seinen Mitmenschen abhängig werden.

Tapas – Askese

Tapas ist die Bereitschaft und die Fähigkeit, auf Dinge zu verzichten und bestimmte Anstrengungen zu unternehmen, um sein spirituelles Ziel zu erreichen. Durch die starke Hingabe an seine Aufgabe beginnt die/der Aspirant/in von innen heraus zu strahlen, daher das Wort Tapas, was Feuer oder Glut bedeutet. Askese hat im Yoga einen hohen Stellenwert und wird sehr geschätzt, aber nur so lange, wie sie die/den Praktizierende/n in seiner Absicht unterstützt und den Körper nicht unnötig schwächt oder gar schädigt.

Svadhyaya – Studie

Das Studium der heiligen Schriften des Yoga wird jeder/m Yogapraktizierender/m sehr ans Herz gelegt, um Grundkenntnisse über die Philosophie des Yoga zu erlangen. Neben der körperlichen Ausbildung sollte auch der Geist geschult werden. Dieses Wissen unterstützt die Praxis enorm und die/der Schüler/in taucht so immer tiefer in die Geheimnisse der alten Rishis ein. Es ist nicht das Ziel, ein Schulbuchwissenschaftler zu werden, aber Impulse von Außen können helfen, die Geheimnisse des Körpers zur richtigen Zeit zu entschlüsseln. Außerdem motiviert das Studium der alten Schriften dazu, sich intensiver mit der Praxis zu beschäftigen, um dem gewünschten Ziel, dem Erwecken der Kundalini, näher zu kommen.

Ishvara-Pranidhana – Hingabe an Gott
Hingabe und Liebe zu Gott sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein/e Aspirant/in mitbringen muss. Die gesamte Yogapraxis basiert auf diesen beiden Säulen. Hingabe und totales Vertrauen in den Guru und in Gott sind unersetzliche Voraussetzungen für den Fortschritt auf dem Weg des Yoga. Dieses starke Vertrauen und Glaube, gibt dem Praktizierenden die notwendige Ausdauer, um schwierige Aufgaben zu meistern.

Die Hathayoga-Pradipika führt zum Vergleich diese zehn Yamas und zehn Niyamas an:

Yama:
Gewaltlosigkeit
Ehrlichkeit
Aufrichtigkeit
Geduld
Stärke
Mitgefühl
Glaubhaftigkeit
Mäßigkeit
Reinheit
Genügsamkeit


Niyama:
Enthaltsamkeit
Sparsamkeit an den Tag legen
Gläubigkeit
Mitgefühl
Hingabe an Gott
Studium der Schriften
Gehorsamkeit gegenüber dem Guru
Bescheidenheit
Ausdauer
Opferbereitschaft

Über mich – Thomas Ender

Im Jahr 2014 führte mich das Leben in die Yogaklassen von Rainer Neyer. Sehr schnell bemerkte ich die drastischen und positiven Auswirkungen des von Rainer unterrichteten Yogastils und mein Leben begann sich zunehmend zum positiven zu Verändern. Seither hat sich vieles für mich verändert. Angefangen von der Ernährung, körperlichem und geistigen Wohlbefinden, bis hin zu beruflichen und persönlichen Beziehungen haben sich alle Bereiche meines Lebens stark zum positiven verändert. Ich fühle mich, dank dem Yoga, viel ausgeglichener, energiegeladener, inspirierter und glücklicher. Die Kraft des Kundalini-Yoga ist real, und ich empfinde es als ehrenvolle Aufgabe diese Praxis an andere weiterzugeben.
In meiner recht kurzen Zeit als Yogaunterrichtender, erst seit 2018, durfte ich bereits an vielen verschiedenen Orten Kurse und Retreats leiten. So führte mich das Leben nach Indien, Frankreich und die USA. Umso mehr freue ich mich nun in Wien zuhause und tätig zu sein.